Umbau Waldnaabdüker & ökologische Aufwertung des Flutkanals in Weiden

Hintergrund

Die Waldnaab fließt von Norden nach Süden durch Weiden i.d.OPf. Erste Planungen zum Ausbau der Waldnaab in den Naabwiesen als Hochwasserschutz für u. a. landwirtschaftliche Flächen wurden um 1930 erstellt. Zur Ableitung des Hochwassers in den Flutkanal wurden zwei Wehranlagen gebaut (Oberes und Mittleres Wehr). Die Waldnaab unterquert in einem Düker den Flutkanal unterhalb der Kläranlage Weiden.

Der Düker ist mittlerweile am Ende der Lebensdauer, eine Sanierung ist nicht mehr möglich. Das WWA Weiden ließ zur Gestaltung der Gewässerkreuzung eine umfangreiche Variantenstudie durchführen. Verschiedene Bewertungskriterien wurden zur Auswahl der Vorzugsvariante herangezogen. Die Hochwassersicherheit der Stadt Weiden und die ökologische Durchgängigkeit wurden dabei besonders gewichtet. Weitere Kriterien waren Wirtschaftlichkeit, Flächenbedarf, Naturschutz und Verkehrssicherungskosten.

Vorzugsvariante

Unter Berücksichtigung der aktuellen hydraulischen und ökologischen Rahmenbedingungen wird der Düker an der gleichen Stelle neu gebaut. Er wird zur Herstellung der Durchgängigkeit für aquatische Lebewesen mit flachen Zuläufen gestaltet, die Fließgeschwindigkeit im Düker wird auf etwa 1,48 m/s reduziert.

Ökologische Aufwertung des Flutkanals

Zeitgleich mit dem Neubau des Dükers wird der Flutkanal vom Wasserwirtschaftsamt zwischen dem Mittleren Wehr und der Moosbürger Str. auf einer Länge von rund 1,4 km ökologisch aufgewertet. Es wird ein Niedrigwassergerinne mit engeren und breiteren Stellen, mit Gumpen und Feuchtflächen eingebaut.
Aber auch die Menschen profitieren von diesem Gewässerausbau: Der Flutkanal soll „erlebbar“ werden. Das Wasserwirtschaftsamt legt beispielsweise Zugänge zur Gewässersohle an.

Zeitplan


Mitte Februar 2017 werden die Bohrungen zur Erstellung des Baugrundgutachtens durchgeführt.

Anschließend folgt das Wasserrechtsverfahren. Mit der Maßnahme soll im Frühjahr 2018 begonnnen werden.

Um die Einschränkungen für die Bevölkerung während der Bauzeit so gering wie möglich zu halten, sollen die Wegeverbindungen entlang des Flutkanals mittels Behelfsbrücken erhalten bleiben.
Das Wasserwirtschaftsamt bittet alle Bürgerinnen und Bürger um Verständnis bei eventuellen Einschränkungen in der Wegenutzung links und rechts des Flutkanals während der Bauzeit.

Weiterführende Informationen

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