Hochwasserschutz Nittenau

Ausgangssituation

Die Stadt Nittenau (Landkreis Schwandorf) liegt nordwestlich des Vorderen Bayerischen Waldes malerisch am Fluss Regen.
Durch diese unmittelbare Lage am Gewässer ist die Angerinsel, die den Fluss in den Großen Regen und Kleinen Regen teilt, und der südlich gelegene Stadtkern von Nittenau stark hochwassergefährdet.
Weniger problematisch ist die Lage am nördlichen Regenufer. Dort liegen die Gebäude höher.

Seit dem Hochwasser 2002, das als hundertjährliches Ereignis alle bisher gemachten Erfahrungen mit dem Regen übertraf, ist der Handlungsbedarf offenkundig.

12 Hektar Siedlungsfläche waren bis zu 1,5 Meter tief überflutet. Auch rund 15 Jahre später ist es als Jahrhunderthochwasser noch immer stark in den Köpfen der Anwohner gegenwärtig. Das Hochwasser 2013, das als kleineres, ca. 10-jährlich wiederkehrendes Ereignis einzustufen ist, unterstreicht die Notwendigkeit der derzeit laufenden Planungen.

Stand des Vorhabens

2012 konnte mit der Flutmulde Buign für Nittenau eine erste Abflussverbesserung erreicht werden. Diese hat sich bei dem Hochwasser 2013 mit der Absenkung des Wasserspiegels um einige cm bereits bewährt.
Für einen Hochwasserschutz, der Nittenau vor einem hundertjährlichen Hochwasser sicher schützt, reicht die Buign alleine jedoch nicht aus.
Die Stadt Nittenau hat sich daher mit Stadtratsbeschluss im Sommer 2013 für die Planungen zum Hochwasserschutz Nittenau ausgesprochen. Das Wasserwirtschaftsamt Weiden als zuständiger Bauherr und die Stadt Nittenau, als Beteiligter / Vorteilsziehender nach BayWG befinden sich aktuell imPlanungsprozess der Maßnahme. Die Planungen sind an ein kompetentes Ingenieurbüro vergeben.

Geplante Maßnahmen

Grundlage für die Entwurfsplanungen ist die Variante 2b2 des Vorentwurfs des Wasserwirtschaftsamtes Weiden.
Diese Variante sieht vor, dass bei Hochwasser der Kleine Regen durch zwei Absperrbauwerke vom Hochwasserabfluss abgetrennt wird. Dadurch muss der Große Regen mehr Wasser fassen können, was durch die Schaffung eines zusätzlichen Abflussbereiches erreicht wird. Das vorhandene V-Wehr wird hierzu Regenaufwärts verlegt.

Aufgrund der innerstädtischen Lage der Maßnahme, verfolgen die Planer das Ziel, die Hochwasserschutzmauer optimal ins Städtebild zu integrieren. Der Verlauf einer Schutzmauer wird in diesem Abschnitt östlich der Brücke im Freibordbereich (ca. der obere halbe Meter des Hochwasserschutzes) so gestaltet, dass er sich optimal ins Stadtbild einfügt. In den äußeren Stadtbereichen außerhalb der Angerinsel werden Deichbauwerke den Hochwasserschutz darstellen. Für die Binnenentwässerung hinter den Mauer- und Deichbauwerken sowie der zufließenden kleineren Bäche in den „Kleinen Regen sind 2 Schöpfwerke vorgesehen. Einzelne Objektschutzmaßnahmen im weniger gefährdeten Norden der Stadt runden die Hochwasserschutzmaßnahmen ab.

Durch den Neubau der Regenbrücke in der Baulast des Staatlichen Bauamts Amberg-Sulzbach wird eine Abflussverbesserung erzielt. Die Höhe und Lage der Brücke ist auf die Hochwasserschutzplanungen abgestimmt.

VertragsunterzeichnungBild vergrössern Unterzeichnung der Planungsvereinbarung

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