Hochwasserschutz und ökologischer Ausbau des Flembach in Michelfeld

Michelfeld, ein Ortsteil der Stadt Auerbach i.d.OPf. (Landkreis Amberg-Sulzbach), wird vom Flembach (Gewässer 2. Ordnung) und Speckbach (Gewässer 3. Ordnung) durchflossen. Ca. 3 km unterhalb von Michelfeld mündet der Flembach in die Pegnitz.
1958 hat der Freistaat Bayern durch das damalige Wasserwirtschaftsamt Amberg einen Hochwasserschutz am Flembach errichtet. Die Anlagen entsprachen damals den Regeln der Technik und wurden auf das damalige „hundertjährliche Hochwasser“ ausgelegt.

Mittlerweile hat sich der technische Standard und die hydrologischen Grundlagen weiterentwickelt, insbesondere auch die Auswirkungen des Klimawandels. Zudem werden unsere Gewässer unter anderen ökologischen Bedingungen bewirtschaftet als vor rund 60 Jahren. Die Gewässer dienen wieder als Lebensraum für Fische und andere aquatische Lebewesen. Wir Menschen „erleben“ wieder verstärkt unsere Gewässer (Zugänglichkeit, …).

Diese Einflüsse, sowie die in die Jahre gekommenen Anlagenteile, machen eine Überplanung der bestehenden Hochwasserschutzmaßnahmen notwendig.

Die derzeitigen Planungen sehen vor, im Ortsbereich von Michelfeld die Deiche gemäß der aktuell gültigen Norm (DIN 19700) instand zu halten, das Gewässer ökologisch auszubauen und mögliche Rückhalteflächen zu reaktivieren. Dabei soll die bestehende Wehranlage (n-1 – Regel ist nicht erfüllt) in eine ökologisch durchgängige Rampe umgebaut werden.
Durch die Schaffung diverser Zugänge zum Gewässer wird die Sozialfunktion des Gewässers hergestellt.
Der geplante Ausbaubereich im Bereich des Flembaches ist etwa 1200 m lang.
Neben den beschriebenen technischen und ökologischen Zielen soll die Maßnahme zum Erhalt des historisch wertvollen Stadtbildes mit ehem. Benediktiner-Kloster beitragen und den Bewohnern einen Ort zur Erholung und Freizeitgestaltung bieten.

Das Wasserrechtsverfahren soll im Frühjahr 2017 eingeleitet werden.

Die Bauausführung ist für das Jahr 2018 geplant.